Berichte 2017

Berichte 2017

Richter und Zuchtwart Tagung am Samstag, 21. Oktober 2017 in Baden-Baden

Der Hauptzuchtwart berichtet
Richter und Zuchtwart Tagung am Samstag, 21. Oktober 2017 in Baden-Baden
Auf der diesjährigen 2. Zuchtrichter und Zuchtwart - Tagung, die am Samstag, 21. Oktober in Baden-Baden stattfand, berieten unsere 20 anwesenden Funktionäre  u.a. an der Überarbeitung und Modernisierung unserer URCI – Zuchtordnung. Wir sind ja stets an neuwertigen Errungenschaften, sowie Erkenntnissen der Genlabore, sowie der Änderungen des Tierschutzgesetzes unterworfen und haben zum Wohle der Hunde und deren Züchter, die Aufgabe, dementsprechend zu handeln und umzusetzen, damit Rechtssicherheit in allen Belangen besteht. Hierzu erarbeitet unsere Genkommission in monaterlanger Recherche und erstellt Expertisen, die auf unserer Tagung vorgelegt und erläutert werden. Entscheidungsvorschläge umzusetzen, bedeutet für unsere Anwesenden auch über dementsprechende Sachkenntnis zu verfügen und sich in den entstehenden Fachdiskussionen einzubringen. Nicht Alles lässt sich innerhalb kurzer Zeit umsetzen und wird manchmal auch zukunftsweisend und vorausblickend diskutiert, um bei entsprechendem Handlungsbedarf vorbereitet zu sein. So wurden auch heute Empfehlungen zur Hundezucht für unsere Hundezüchter festgelegt, die vielleicht – mit großer Sicherheit sogar – einmal fest verpflichtend in den Satzungen der Hundezucht verankert werden. Empfehlungen (keine Pflicht) wurden ausgesprochen für Golden Retriever, die Ichthyose (hierzu gibt es ja einen Gentest) vorzunehmen. Die Grundimunisierungspflicht der Welpen bleibt bestehen, wobei von nun an, die umstrittene Leptospirose-Impfung freigestellt wird. Die Dilutions-Untersuchungspflicht gilt von nun an nur bei der Rasse Bolonka Zwetna, bei anderen Rassen wird sie empfohlen. Zur DLA empfiehlt die Genetikkommission eine Typisierung aller Zuchthunde auf freiwilliger Basis. Rausgenommen aus der Zuchtordnung wurde die ED-Pflicht für folgende Rassen und gilt nur noch als Empfehlung: Franz. Bulldoggen, Engl. Bulldoggen, Hovawart, Dalmatiner. Hier wurde in den beiden letzten Jahren eine intensive Studie mit unseren Tierarzt-Auswertungsstellen betrieben, die bei den genannten Rassen keine Besonderheiten zur ED aufwiesen.
Die Berichte der Ressorts der Richterobfrau Rosi Hesse und Hauptzuchtwart Michael Kraft zeigten auch Mängel auf, die unbedingt beseitigt sein müssen: ZTP`s und Richterberichte müssen annähernd einen Rassestandard erkennen lassen, ohne dass man die bewertete  Hunderasse zuerst liest! Beispiel: Chihuahua – Apfelkopf, Prager Rattler – Birnenkopf, Franz. Bulldogge – Kopf quadratisch, Vorbiss, Bolonka Zwetna, Havaneser – Behang hochangesetzt und üppig befranst, usw. usw. Es darf nicht verallgemeinert werden, wie: i.O. gut angesetzt, o.k. usw.! Ein Gebisstrain8ing für verschiedene Hunderassen wurden ja bereits bei der letzten Tagung angesetzt und hier merkte man, wer anwesend war und wer nicht! Desweiteren: das Auftreten unserer Zuchtwarte bei den Wurfabnahmen, das Auftreten unserer Zuchtrichter bei den Ausstellungen. Hier wird geziemtes Auftreten und Kleidung verlangt! Lobenswert erwähnte und sprach der HZW allerdings auch die große Hilfsbereitschaft unserer Funktionäre aus und deren Entgegenkommen bei kleinen Ausstellungen mit niedrigeren Meldezahlen. Urkunden für Besondere geprüfte Zuchtstätten, diese Anfrage nach einer Zertifizierung zu einer „besonderen Zuchtstätte“ wurde überlegt und wird nach entsprechender Vorarbeit eingeführt. Eine vorbereitete Urkunde von Karin v.d. Thüsen unserer Zuchtbuchstelle, wurde zur Nachsicht durch gereicht. Neu: die Rassebezeichnung  „Langhaar Whippet“ soll in die neue Bezeichnung „Windsprite“ geändert werden.
Das neue Genetikseminar – Vorstellung von Ralf Lehmann: Dieses Dilution-Seminar wird im Februar 2018 in Herschberg/Rheinland Pfalz stattfinden und umfasst folgende Themen: Was ist Dilution, Entstehung, wie kann Dilution erkannt werden, Vererbung, Vorteile – Nachteile, Auswirkungen und ein Resümee.
Festgelegt wurde heute auch, dass zukünftige Zuchtwartanwärter der URCI e.V. mindestens 8 eigene Würfe gezogen haben müssen, mind. 15 x als Ringschreiber bei Rassehundeausstellungen nachweisen müssen, sowie mind. 8 Wurfabnahmebegleitungen mit einem unserer Zuchtwart aufweisen müssen, bevor sie zur Prüfung zugelassen werden. Dies dient allein zur zukünftigen Hilfestellung bei Züchtern. Unserer Zuchtwarte, die unbedingt einen Mindeststandard an Wissen zur Hundezucht haben müssen, bevor sie Hilfe reichend und unterstützend für unsere Züchter tätig sein dürfen: Ein Zuchtwart muss Ahnung von der Zucht haben!
Schlussendlich können wir auch erfolgreich berichten, dass wir 3 erfolgreiche Prüfungen abgenommen haben: Sabine Lehmann, Wegberg, zum Zuchtrichter. Karin von der Thüsen, Ensdorf, zum Zuchtwart und Zuchtrichter. Andrea Rall-Eger, Eningen, zur Erweiterungsprüfung zum Zuchtrichter, Großrassen! Wir gratulieren recht herzlich! Das Prüfungskomitee bestand aus Rosi Hesse, Susanne Müller, Ralf Lehmann und Maik Wagner und umfasste eine schriftliche, praktische und mündliche Prüfung, die über mehrere Stunden anhielt. Die umfassende Vorbereitung der 3 Prüflinge war vorbildlich!
Festlegung Termin 2018: 
Die nächste Richter- und Zuchtwarttagung wird am 24.03.2018 in Sandweier im Hotel Blume durchgeführt.
Michael Kraft HZW URCI e.V.
Rosi Hesse, Richterobfrau URCI e.V.
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